Er muss es ja wissen. 14 Jahre lang (von 1992 bis 2006) trug Vincent Kompany den Dress des RSC Anderlecht. Nach zwei Jahren beim HSV wechselte er im Sommer 2008 zu Manchester City. Vor dem ersten Duell seiner Ex-Klubs wagt der 23-Jährige ein Fazit - und fällt ein klares Urteil: "Es wird wahnsinnig schwer für Anderlecht, in Hamburg zu überleben."
Kompany hält zu Belgiens Spitzenreiter. Zu gewaltig sind die alten Bande. "An einem guten Tag kann Anderlecht jeden schlagen. Und ich hoffe, dass sie weiterkommen. Aber das wäre eine sehr große Überraschung", sagt der Abwehrspieler, der seine Landsleute auf etwas vorbereitet, das sie so nicht kennen: "Der HSV hat absolut fanatische Fans. In dieser Form sind wir das aus Belgien nicht gewohnt. Viele Menschen in unserem Land unterschätzen den HSV, weil sie nicht wissen, was das für ein gewaltiger Verein ist."
Kompany und der HSV - das lief nicht immer rund. Der Streit um seine höchstselbst erteilte Reiseerlaubnis zu den Olympischen Spielen in Peking brachte das Fass im Sommer 2008 zum Überlaufen. Kompany wechselte schmollend nach Manchester - und hat dennoch weiterhin "mit mehreren Hamburger Spielern" Kontakt.
Hamburg ist und bleibt eine seiner Lieblingsstädte. Gerade deshalb gibt er Anderlechts Fans (3000 werden ihr Team begleiten) einen guten Tipp: "Sie müssen unbedingt in der City einen Kaffee trinken gehen! Hamburg ist eine großartige Stadt."
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